SGA-Syndrom: Zu klein bei der Geburt
SGA ist die Abkürzung für den englischen Begriff „Small for Gestational Age“ (deutsch: zu klein für das Gestationsalter). Kinder, die unter SGA leiden, sind, wenn sie auf die Welt kommen, kleiner und/oder leichter, als es die Schwangerschaftsdauer hätte erwarten lassen. Nicht immer kann die genaue Ursache festgestellt werden. Zudem kann es für ein vermindertes Wachstum während der Schwangerschaft ganz unterschiedliche Gründe geben, z. B.
- eine Störung des Erbguts
- Infektionskrankheiten vor der Geburt (z. B. Röteln oder Toxoplasmose)
- eine Erkrankung, unzureichende Ernährung, sowie Alkohol- oder Nikotinkonsum der Mutter während der Schwangerschaft oder die Einnahme bestimmter Medikamente
- ein unzureichender Austausch von Nährstoffen zwischen der Mutter und dem ungeborenen Kind
Wenn das Aufholwachstum ausbleibt
Es gibt keine Möglichkeit, bei der Geburt vorherzusagen, ob ein vorgeburtliches vermindertes Wachstum im Laufe der Entwicklung ausgeglichen wird. Daher sollte die Längen- und Gewichtszunahme in den ersten zwei Lebensjahren besonders genau beobachtet werden. Zeigt sich in dieser Zeit kein Aufholwachstum, sollten zeitnah weitere Untersuchungen beim Kinder-Endokrinologen erfolgen. Hier kann festgestellt werden, ob eine Therapie der Wachstumsstörung ratsam ist, damit das Kind eine normale Endgröße erreicht.
Obwohl bei Kindern mit vorgeburtlichen Wachstumsstörungen in der Regel kein Wachstumshormonmangel vorliegt, kann das Wachstum bei ihnen mit einer Wachstumshormonbehandlung angeregt werden. Ein früher Behandlungsbeginn ermöglicht es nicht nur normal groß zu werden, sondern verhilft auch zu einer altersgerechten Größe während der Schulzeit.


