Normales Wachstum: Viele Faktoren spielen zusammen
Das kindliche Wachstum, also die Zunahme der Körperlänge, wird von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst: Eine große Rolle spielt die Vererbung sowie das Zusammenspiel bestimmter Hormone. Nicht zuletzt wirken sich auch äußere Einflüsse, z. B. Ernährung oder Erkrankungen auf das Wachstum aus. Gerät einer dieser vielen Faktoren aus dem Gleichgewicht, kann eine Wachstumsstörung verursacht werden.
Die Phasen des Wachstums
Die Entwicklung von Kindern verläuft nicht kontinuierlich. Es lassen sich drei Phasen unterscheiden, in denen das Wachstum in unterschiedlicher Geschwindigkeit voranschreitet. Am schnellsten wachsen Kinder im Säuglingsalter – etwa 43 cm kommen von der Geburt bis zum dritten Lebensjahr hinzu. Dabei verlangsamt sich das Wachstum bereits in dieser ersten Phase von Jahr zu Jahr.
In der zweiten Phase, die bis zur Pubertät reicht, werden pro Jahr nur noch etwa 5-6 cm an Körperlänge zugewonnen.
In der dritten Phase nimmt das Wachstum wieder zu und erreicht mit dem puberalen Wachstumsschub seinen Höhepunkt. Dieser setzt bei Mädchen etwa mit 13, bei Jungen etwa mit 14 Jahren ein. Mit Ende der Pubertät kommt das Wachstum zum Stillstand. So erreichen Jungen zwischen 14 und 17, Mädchen bereits mit 13 bis 15 Jahren die Körpergröße des Erwachsenenalters.

Blick in die Zukunft: Wie groß werden die Kleinen?

„Große Eltern, große Kinder – kleine Eltern, kleine Kinder“: die Veranlagung, wie groß wir werden, wird vererbt. Daher lässt sich anhand der Körperlänge der Eltern einschätzen, welche Größe bei einem Kind erwartet wird, wenn es erwachsen ist. Insgesamt haben heute 95 Prozent der Mädchen eine Erwachsenengröße von 152 - 174 cm (durchschnittlich 163 cm) und Jungen 163 - 187 cm (durchschnittlich 174 cm).

