Behandlung - Wachstumshormonmangel ausgleichen

Behandlung mit Wachstumshormon


Ein Mädchen injiziert sich Wachstumshormon mit Hilfe des Autoinjektors easypodsWachstumshormon wird bereits seit den 1950er-Jahren für die Behandlung von Wachstumsstörungen verwendet. Heute werden Wachstumshormonpräparate mit modernen biotechnologischen Produktionsverfahren hergestellt. Dies schließt Verunreinigungen des Medikaments aus. Das therapeutisch eingesetzte Wachstumshormon ist dadurch in absolut reiner Form verfügbar und gleicht dem vom gesunden Menschen selbst produzierten Hormon.
 
Wie wird behandelt?

Somatropin ist ein empfindlicher Eiweißstoff, der nicht als Tablette verabreicht werden kann, da er sonst durch die Magensäure zerstört werden würde. Die Verabreichung erfolgt daher per Injektion unter die Haut (subkutan). So gelangt das Wachstumshormon ungehindert in den Körper und kann seine volle Wirkung entfalten. Mit modernen Injektionshilfen ist die Applikation sehr einfach und kann ab einem gewissen Alter auch von Kindern selbst durchgeführt werden. Der easypod™ z.B. ist speziell auf die vielfältigen Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten. Wichtig für den gewünschten Erfolg der Behandlung ist die regelmäßige und genaue Anwendung.

In der Regel ist das Wachstumshormon als Pulver erhältlich, das vor der Injektion in einer speziellen Flüssigkeit aufgelöst wird. Dafür werden spezielle Mischsysteme angeboten, mit denen das Auflösen einfach und unkompliziert zu Hause erfolgen kann. Die Kosten für die Hormonbehandlung und Injektionshilfen werden von den Krankenkassen übernommen.

Behandlung nach dem natürlichen Rhythmus

Normale Abgabe des körpereigenen Wachstumshormons über einen Zeitraum von 24 StundenDie Behandlung mit Somatropin wird dem natürlichen Rhythmus der körpereigenen Hormonausschüttung angeglichen, um dessen Produktion optimal zu stimulieren. Daher wird das Wachstumshormon abends direkt vor dem Zubettgehen injiziert, denn der Körper stellt die größte Menge dieses Hormons während des Schlafens her.

Die Hormonbehandlung erfolgt in der Regel bis zum Ende des Wachstums. Eine gewöhnliche Erkältung oder andere harmlose Erkrankungen sind meist kein Grund, die Behandlung zu verändern oder abzubrechen. So lange das Wachstumshormon richtig dosiert wird, ist das Risiko, Nebenwirkungen zu verursachen gering, wenn auch nicht völlig ausgeschlossen. Deshalb muss auch jeder Patient individuell auf seine richtige Dosis eingestellt werden. Diese Dosis muss dann im Verlauf der Behandlung immer wieder überprüft und bei Bedarf verändert werden.

Konstante Behandlung für den Therapieerfolg

Bei einem gesunden Menschen produziert der Körper selbstständig das Wachstumshormon und gibt es in das Blut ab. Bei der Wachstumshormontherapie werden durch eine tägliche Gabe die notwendigen Stoffwechselfunktionen aufrechterhalten, da die verabreichte Form nicht vom Körper gespeichert werden kann. Eine Unterbrechung der Therapie oder das Auslassen von Injektionen gefährdet daher den Behandlungserfolg.