Behandlung mit Wachstumshormon
Wie wird behandelt?
Somatropin ist ein empfindlicher Eiweißstoff, der nicht als Tablette verabreicht werden kann, da er sonst durch die Magensäure zerstört werden würde. Die Verabreichung erfolgt daher per Injektion unter die Haut (subkutan). So gelangt das Wachstumshormon ungehindert in den Körper und kann seine volle Wirkung entfalten. Mit modernen Injektionshilfen ist die Applikation sehr einfach und kann ab einem gewissen Alter auch von Kindern selbst durchgeführt werden. Der easypod™ z.B. ist speziell auf die vielfältigen Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten. Wichtig für den gewünschten Erfolg der Behandlung ist die regelmäßige und genaue Anwendung.
In der Regel ist das Wachstumshormon als Pulver erhältlich, das vor der Injektion in einer speziellen Flüssigkeit aufgelöst wird. Dafür werden spezielle Mischsysteme angeboten, mit denen das Auflösen einfach und unkompliziert zu Hause erfolgen kann. Die Kosten für die Hormonbehandlung und Injektionshilfen werden von den Krankenkassen übernommen.
Behandlung nach dem natürlichen Rhythmus
Die Hormonbehandlung erfolgt in der Regel bis zum Ende des Wachstums. Eine gewöhnliche Erkältung oder andere harmlose Erkrankungen sind meist kein Grund, die Behandlung zu verändern oder abzubrechen. So lange das Wachstumshormon richtig dosiert wird, ist das Risiko, Nebenwirkungen zu verursachen gering, wenn auch nicht völlig ausgeschlossen. Deshalb muss auch jeder Patient individuell auf seine richtige Dosis eingestellt werden. Diese Dosis muss dann im Verlauf der Behandlung immer wieder überprüft und bei Bedarf verändert werden.
Konstante Behandlung für den Therapieerfolg
Bei einem gesunden Menschen produziert der Körper selbstständig das Wachstumshormon und gibt es in das Blut ab. Bei der Wachstumshormontherapie werden durch eine tägliche Gabe die notwendigen Stoffwechselfunktionen aufrechterhalten, da die verabreichte Form nicht vom Körper gespeichert werden kann. Eine Unterbrechung der Therapie oder das Auslassen von Injektionen gefährdet daher den Behandlungserfolg.

