
Wachstum: Vererbung, Lebensweise und Hormone
Das Wachstum verläuft bei jedem Menschen unterschiedlich und auch die endgültige Körperlänge eines Erwachsenen gestaltet sich individuell. Dabei sind drei Faktoren relevant:
- Vererbung: Sind die Eltern klein, werden auch die Kinder keine übermäßige Körperlänge erreichen.
- Lebensweise: Ernährung, Bewegung oder auch die Gesundheit können u. a. Einfluss auf die Entwicklung der Größe nehmen. Fehlen dem Körper z. B. wichtige Nährstoffe oder kommt es zu einer schweren Erkrankung, kann das Wachstum gehemmt werden.
- Hormone: Das Hormon steuert das körperliche Wachstum. Dazu gehören u.a. das Knochenwachstum oder der Aufbau der Muskulatur.
Genauer beleuchtet: Größe und Hormone
Somatotropin reguliert fast alle wichtigen Wachstumsprozesse. Zudem fördert es die Umwandlung von Körperfett in Energie, ist an der Regulierung des Blutzuckers beteiligt und kann das Immunsystem beeinflussen. Da Somatotropin über das Wachstum hinaus weitere wichtige Funktionen hat, wird es auch noch im Erwachsenenalter vom Körper benötigt.
Phasen des Wachstums
Die Zunahme der Körperlänge verläuft nicht kontinuierlich. Es lassen sich drei prägnante Phasen unterscheiden:
- Phase: Von der Geburt bis zum dritten Lebensjahr wachsen Kinder am schnellsten. Etwa 43 cm kommen in dieser Zeit hinzu. Dabei nimmt die Wachstumsgeschwindigkeit von Jahr zu Jahr ab.
- Phase: Die zweite Phase erstreckt sich vom 3. Lebensjahr bis kurz vor der Pubertät. Kinder wachsen durchschnittlich 5 bis 6 cm pro Jahr, wobei sich das Wachstum am Ende dieser Phase verlangsamt.
- Phase: In der Pubertät gewinnen Teenager etwa 7 bis 9 cm pro Jahr an Größe. Während des puberalen Wachstumsschubs erreicht die Wachstumsgeschwindigkeit ihren Höhepunkt. Mädchen wachsen um 17 bis 20 cm, Jungen um 20 bis 24 cm.

Mit Ende der Pubertät kommt das Wachstum zum Stillstand. Jungen erreichen zwischen 14 und 17, Mädchen bereits mit 13 bis 15 Jahren die Körpergröße des Erwachsenenalters.